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12.03.10 12:31

Rubrik: Wissenschaft

Anziehend schnelle Diagnose: Mit 7 Tesla Kernspin schneller zur MS-Diagnose

Eine zügige und sichere Diagnosestellung ist bei der Multiplen Sklerose von großer Bedeutung: Je schneller eine medikamentöse Therapie eingeleitet werden kann, desto besser die Prognose.

Mit der Magnetresonanztomografie lassen sich die Entzündungsherde in Gehirn und Rückenmark, die auf eine Multiple Sklerose schließen lassen, präzise nachweisen. „Deshalb ist es so wichtig, die Krankheit möglichst früh zu erkennen", erläutert Professor Dr. med. Michael Forsting, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie am Universitätsklinikum Essen.
Dank der heute üblichen Geräten mit einer Feldstärke von 1,5 Tesla sind die Läsionen für die Diagnose der Multiplen Sklerose erkennbar, es zeigt sich aber, dass Hochfeldgeräte mit 3 Tesla „im Einzelfall die Diagnose früher möglich machen", so Forsting.

Erste Erfahrungen mit 7-Tesla-MRT, wie sie erst wenigen Forschungsinstituten in Deutschland zur Verfügung stehen, sorgten für noch mehr Optimismus in der Früherkennung der Multiplen Sklerose. Forsting im Vorfeld der DGNR-Jahrestagung: „Es gibt Patienten, bei denen man auch nach einer MRT-Untersuchung mit 1,5 Tesla nur den Verdacht auf eine Multiple Sklerose aussprechen kann. Hier könnte uns ein stärkeres Magnetfeld Gewissheit verschaffen. Denn mit 7-Tesla-Geräten konnten wir spezifische Veränderungen des Gehirns deutlicher zeigen als mit 1,5 oder 3-Tesla-Geräten. Zudem konnten wir mit diesem starken Magnetfeld erstmals erkennen, dass sich die einzelnen Entzündungsherde in ihrem Signalverhalten stark unterscheiden.“

MRT-Geräte mit 7 Tesla könnten einen großen Fortschritt in der Diagnosestellung möglich machen und somit dank einer früheren und passgenauen Therapie für wesentlich bessere Prognosen sorgen. Weitere Studien werden zeigen, wie die Vorteile im Bezug auf die MS-Diagnose im Einzelnen aussehen werden.

Quelle: Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften - 1. Oktober 2009


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