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04.06.10 15:16

Rubrik: Wissenschaft

Erstrahlt Vitamin D in der MS-Prävention bald in neuem Licht?

Neu ist die Idee nicht, dass sich Vitamin D positiv auf Krankheiten wie Parkinson oder Multiple Sklerose auswirken kann. Doch was bewirkt das Prohormon im Körper genau und welche Rolle kann es in der MS-Prävention spielen? Nach den Antworten suchen Wissenschaftler rund um den Globus.

Im Rahmen einer Langzeitstudie der American Academy of Neurology zeigte sich, dass Vitamin D einen präventiven Einfluss auf die MS hat: Die  Forscher dokumentierten ein 56% geringeres MS-Risiko für weibliche Säuglinge von Müttern, die während der Schwangerschaft täglich 4 oder mehr Gläser Vollmilch tranken. Vollmilch gilt neben Fischsorten mit hohem Anteil an Omega-3-Fettsäuren (wie Lachs, Hering oder Thunfisch) und der Wirkung von Sonnenlicht als wichtigste Quelle für Vitamin D. Ein weiterer Hinweis für den Zusammenhang zwischen Multipler Sklerose und relativem Vitamin D Mangel kommt aus Schottland: Schottische Wissenschaftler zeigten, dass Menschen, die im Frühling geboren sind häufiger an MS erkranken als Novembergeborene – der Sonnenmangel während der Schwangerschaft kann also negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes haben. Und auch im Kindesalter zeigte eine US-amerikanische Zwillingsstudie ein höheres MS-Risiko bei Stubenhockern verglichen mit den Geschwistern, die mehr im Freien waren. Diesen Ergebnissen haben Amsterdamer Kollegen einen weiteren Aspekt hinzugefügt: mit zunehmendem Vitamin D Level scheint nicht nur das MS-Risiko zu sinken, sondern auch der Behinderungsgrad. Diese Beobachtung trifft allerdings nur auf Frauen zu – vielleicht ein zusätzlicher Hinweis auf das bei Frauen rund doppelt so hohe Risiko an MS zu erkranken.

Auch wenn diese Ergebnisse guten Grund zur Hoffnung in der MS-Prävention geben, warnen Wissenschaftler vor allzu großer Euphorie und voreiligem Handeln: eine unkontrollierte Vitamin D Zufuhr in zu hohen Mengen schadet der Gesundheit. In welchem Umfang und für welche Patientengruppen Vitamin D zugeführt werden sollte, muss erst noch in weiteren Studien  geprüft werden.

Quelle: http://dmsg.de/multiple-sklerose-news/index.php?w3pid=news&kategorie=forschung&anr=2129


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